1965 konnte man auch erstmals wieder eine Reserve-Mannschaft für die Verbandsrunde anmelden. Schließlich begann am 18. Dezember des Jahres die Ära Otto Bauer, der im Anschluß daran 12 Jahre lang ununterbrochen die Geschicke des Vereines leitete und in dessen Amtszeit der Neubau des Sportplatzes und des Clubhauses fielen. Das zu kleine Spielfeld neben dem Eichelberger Friedhof, 1946 bis 1949 in mühevoller Handarbeit hergerichtet, bedurfte dringend einer erneuten Vergrößerung. Darin waren sich die sportbegeisterte und die politische Gemeinde schon Ende der 50er Jahre einig. Nach der Bildung des Sportplatz-Ausschusses im Jahre 1963 wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Um die nötigen Zuschüsse zu erhalten, war eine Mindestgröße des Sportplatzes erforderlich. Aus diesem Grunde rückte 1966 die Bundeswehr aus Siegelsbach mit schwerem Gerät an, um die nötigen Erdarbeiten auszuführen. Für den Kraftstoff sorgte die Gemeinde. Die Soldaten wurden von den Sportlern oder deren Eltern verköstigt und hatten dort teilweise auch Nachtquartier. Der schwer zu bearbeitende Keuperfelsen machte aber alsbald die Weiterarbeit der Soldaten unmöglich, sodaß die in Eichelberg ansässige Baufirma Josef Porscha die Erdarbeiten vollendete. 1967 wurde der Rasen eingesät. Nachdem in Eigenregie, vor allem unter der Leitung des Vorsitzenden Otto Bauer, Einzäunung, Ballfang und Aschenbahn fertiggestellt waren, konnte man im Juli 1968 zur Einweihung des neuen Sportplatzes schreiten. Die kirchliche Weihe erfolgte am Freitag abend durch den Ortsgeistlichen Otto Dickgießer. In seiner Festrede beim anschließenden Bankett dankte Egon Mildenberger dem Regierungspräsidium für die ebenso willkommene wie dringend notwendige Zuwendung von 50.000 DM. Sein besonderer Dank galt der Gemeinde Eichelberg für finanzielle Hilfen in Höhe von 20.000 DM, vor allem aber für die Bereitstellung des Sportgeländes, das der Verein - wie jedermann sehen könne - in ein beispielhaftes Stadion verwandelt habe. "Man hätte es kaum für möglich gehalten, daß die kleine Gemeinde Eichelberg zu solch einer großen Leistung fähig ist", sagte seinerzeit Oberregierungsrat Dr. Zerr vom Landratsamt Sinsheim.

 

 

 

Der neue Sportplatz bei der Einweihung 1968.

 

Im Jahre 1968, drei Monate nach der Sportplatz-Einweihung, verstarb der Ehrenvorsitzende Eduard Böhm im Alter von 72 Jahren. Es geschah an einem Sonntag. Böhm war am Nachmittag noch auf dem Sportplatz gesehen worden. Er hatte sich das Spiel des SV Eichelberg gegen den VfB Eppingen angesehen. Um so überraschender kam die plötzliche Todesnachricht des Vereins-Mitbegründers und großzügigen Mäzens. Mit dem Sportplatz-Neubau war indessen der Bauhunger beim SVE noch nicht gestillt. Noch im Jahre der Sportplatz-Einweihung begann man mit dem Neubau des Clubhauses in unmittelbarer Nähe. Die Gemeinde fungierte als Bauträger. Im Winter 1969 war der Rohbau fertiggestellt. Im Januar 1970 wurde schon die erste Hauptversammlung im neuen Vereinsdomizil, das als Veranstaltungsort auch für die anderen örtlichen Vereine sehr interessant war und an Bedeutung gewann, abgehalten.

 

Clubhaus im Rohbau - Winter 1969

 

Im Juli 1970 schritt man auch hier zur Einweihung. Vorsitzender Otto Bauer, die emsige Triebfeder beim Neubau, der über 1000 (!) freiwillige Arbeitsstunden auf der Baustelle verbrachte, wurde bei diesem Anlaß aufgrund seiner großen Verdienste mit der goldenen Vereinsehrennadel ausgezeichnet.

 

Die nötigen Investitionen für die Zukunft waren getätigt. Mit der Bewirtschaftung des Clubheimes und der Pflege der neuen Haus- und Sportanlage kamen aber auch neue Aufgaben auf die Mitglieder zu. Auch in dieser Zeit erwies sich Otto Bauer stets als vorbildlicher Vereinschef. Wenn es etwas zu erledigen galt, stand er samstag morgens immer als Erster am Einsatzort.

 


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