Die erfolgreiche Ära Anton Kolain endete nach der Saison 1980/81. Der ebenso sympathische wie temperamentvolle Trainer wechselte zum FV Landshausen und führte diesen innerhalb von zwei Jahren von der B- in die Bezirksliga. Es folgten auf der Trainerbank des SVE jeweils einjährige und weniger erfolgreiche Gastspiele von Weinrad Stadlbauer aus Steinsfurt und Peter Pisot aus Weiler. Erst mit der Verpflichtung von Josef Göckel aus Hambrücken vor der Saison 1983/84, der drei Jahre in Eichelberg blieb, kehrte wieder Kontinuität ein. Der engagierten Arbeit von Josef Göckel Mitte der 80er Jahre war es zu verdanken, daß der SV Eichelberg sportlich gesehen nicht völlig im Niemandsland verschwand. Selten zuvor war der SVE nämlich im Bereich der ersten Mannschaft personell derart schwach besetzt, wie zu jener Zeit. Doch Göckel schaffte es immer wieder, die Spieler durch sein abwechslungsreiches Training zu motivieren. Die zweite Mannschaft schaffte in der Spielrunde 1983/84 sogar die Meisterschaft in der B-Liga. Eine kleine Sensation. Auch mancherlei Aktivitäten außerhalb des Sportplatzes gingen auf die Initiative des Grund- und Hauptschullehrers Göckel zurück. So animierte er die Eichelberger Fußballer zum Theaterspielen. Die bei der Winterfeier vorgetragenen Sketche erfreuten sich allseits großer Beliebtheit. Nach fünf Jahren an der Spitze des Vereines stellte Klaus Sieger sein Amt am 7. Mai 1983 aus beruflichen und privaten Gründen zur Verfügung. Es gelang im Vorfeld der Generalversammlung nicht, einen neuen Kandidaten für das Amt des Vorsitzenden zu finden. Otto Bauer war es dann zur Überraschung vieler Vereinsmitglieder, der dem Verein noch einmal aus dieser großen Verlegenheit half. Er wurde, fünf Jahre nach seiner dreizehnjährigen Amtszeit, noch einmal als erster Vorsitzender gewählt. In jene Zeit fiel auch die Erweiterung des Clubhauses zu einer kleinen Festhalle, die sich sehen lassen kann. Doch die zweite Amtsperiode von Otto Bauer wurde durch einen tragischen tödlichen Unfall am 5. September 1985 jäh beendet. Bis zur nächsten Generalversammlung stand der gewählte zweite Vorsitzende Reiner Schwarz an der Spitze des Vereines. Am 29. Mai 1986, im Jahr des 40jährigen Bestehens, wurde Schwarz dann in einer turbulenten und lang andauernden Generalversammlung zum neuen ersten Vorsitzenden des Vereines gewählt. Zu jener Zeit endete auch das Engagement von Trainer Josef Göckel beim SV Eichelberg.Im Juli 1986 wurde das 40jährige Bestehen des SV Eichelberg gefeiert. Im Rahmen des Festbanketts wurden Egon Mildenberger, Wendelin Fersching, Ernst Stegmaier, Heinrich Mildenberger, Artur Münch, Alfons Striegel und Josef Wormer zu Ehrenmitgliedern ernannt. Dem Spielausschuß-Vorsitzenden Thomas Mildenberger war es gelungen, für die Saison 86/87 den neuerdings in Eichelberg wohnenden Spielertrainer Rene Koessler zu verpflichten. Mit ihm stießen ein paar starke Spieler zum Verein (Torwart Martin Greßler, Hermann Pfleger, Bernd Wormer, Roland Heidt) und schon die Vorbereitungsphase zeigte, daß der SV Eichelberg eine Mannschaft zusammenhatte, die ganz vorne mitspielen könnte. Der Schein trog nicht. Am Ende der Saison belegte man den zweiten Tabellenplatz in der B-Liga Sinsheim. Erstmals gab es für den Zweiten die Chance, über ein sogenanntes Relegationsspiel gegen den Vorletzten der A-Liga, den Aufstieg zu schaffen. Wer erinnert sich nicht gerne an jenen Sonntag, den 14. Juni 1987. Vor nahezu 1000 Zuschauern in Steinsfurt wurde der SC Siegelsbach mit 6:2 Toren nicht nur besiegt, sondern regelrecht überrollt. Nach 41 Jahren spielte der SV Eichelberg erstmals in der A-Klasse. Wie dicht Freud und Leid beieinander liegen können, bekamen Spieler und Fans des SVE danach zu spüren. Erfolglosigkeit in der ersten Halbserie der neuen Saison führten zu internen Differenzen. Die Wege von Trainer und Verein trennten sich kurz vor Weihnachten nach einer deprimierenden 1:4-Heimniederlage gegen Zaisenhausen. Nach der Winterpause wurde versucht, in Eigenregie noch einmal zu retten, was zu retten ist. Doch es reichte nicht mehr. Wieder mußte man in die Relegation. Diesmal unter anderen Vorzeichen, gegen den Zweiten der B-Liga, den TSV Dühren. Im Wiederholungsspiel gab es auf dem Sportplatz des SV Hilsbach eine 1:2-Niederlage. Man war wieder da, wo man 40 Jahre zuvor stets gewesen war: in der B-Klasse. Ein Neuanfang wurde in der Saison 1988/89 mit dem aus Hilsbach stammenden Spielertrainer Ernst Schön gemacht. Die Eichelberger Mannschaft hielt sich in der B-Liga ganz wacker. Der ganz große Leistungsabfall konnte also nach dem enttäuschenden Abstieg verhindert werden. Dennoch hatten die turbulenten letzten beiden Jahre Spuren und leider auch Wunden hinterlassen.
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